Erfahrungsbericht Motte

„Nachdem wir in unserem direkten Umfeld vermehrt mitbekommen hatten, welch dankbare und süße Fellnasen sie vom Tierschutz bei sich aufgenommen haben, kamen auch wir, nachdem unser Hund 2016 leider gestorben war, wieder auf den Geschmack.

Die Rahmenbedingungen mit Haus, Garten, wir als Naturliebhaber und viel Zeit, ließen uns nicht lang überlegen und als meine Schwester Anna (Mitarbeiterin bei PAN) dann auch noch auf die Idee kam, uns ein Foto von der kleinen Motte zu schicken, waren wir einfach Schockverliebt. So erging es uns Tag für Tag als wir die süßen Fotos der Kleinen auf Instagram und Facebook mitverfolgten.

Voller Freude warteten wir ganz ungeduldig darauf die kleine bald „unseren“ Hund schimpfen zu dürfen. Nachdem wir also für uns entschieden hatten, der kleinen 5 Monate alten Hündin, die in Tulcea auf der Straße gefunden worden war, ein liebevolles zu Hause schenken zu wollen, bekamen wir auch gleich den Schutzvertrag vom Tierschutz, um dies nun schriftlich zu fixieren.

Kurze Zeit später erhielten wir dann auch schon eine Info darüber, mit welchem Transporter die Kleine an welchem Tag nach Deutschland reisen dürfte. Die Zeit in der wir gespannt warteten bis unsere Motte nun mit allen Impfungen etc. versorgt war, um ausreisen zu dürfen, verbrachte sie bei einer Pflegestelle in Rumänien, mit der wir über Facebook in Kontakt traten und fast täglich Fotos und Videos bekamen.

Am 15.04.2020 war es dann soweit. Wir bekamen die Info, dass der Transporter nun morgens um 06.30 Uhr in Rumänien losfahren würde und wir mit einer Ankunftszeit am Folgetag gegen 20 Uhr in Köln am Flughafenhotel mit ihr rechnen könnten. Gesagt getan, wurden wir kurzer Hand in eine Facebook-Gruppe eingeladen, in der wir up to date gehalten worden sind zu welcher Zeit sich der Transporter an welchem Ort befindet. Zusätzlich öffnete der Tierschutz eine WhatsApp-Gruppe, über die uns nochmal die wichtigsten Punkte bezüglich der Entgegennahme der Tiere ans Herz gelegt worden sind. Auch offene Fragen wurden uns dort jederzeit beantwortet.

Unsere erste Begegnung mit der Kleinen rückte immer näher. Ganz aufgeregt packten wir alles zusammen. Vorab hatten wir noch ein Schild mit dem Namen des Tieres „gemalt“, damit die Mitarbeiter aus dem Hundetransport auch gleich auf Anhieb über das Namensschild in der Windschutzscheibe des Autos erkennen konnten, welches Tier denn zu welcher Familie gehören würde.

Unsere Motte war der zweite Hund, der aus dem Transporter genommen wurde. Der Mitarbeiter kam mit der kleinen im Arm auf uns zu und gab sie mir in den Arm. Nicht nur wir freuten uns riesig, auch die Kleine leckte uns ab und war überwältigt. Nach dem langen Transport, der über Stunden ging, machten wir uns also auf direktem Weg nach Hause.

Zu Hause angekommen, setzen wir sie auf die Fußmatte, öffneten die Tür und wie ein Wirbelwind rannte unsere Motte los, erkundete erst das Wohnzimmer und jagte dann mit kleinen Sprüngen wie ein Böckchen durch den Garten und freute sich einfach riesig. Völlig erschöpft fiel sie irgendwann einfach nur noch ins Körbchen und schließ durch bis zum nächsten Morgen. Wenn ihr euch ein Bild machen möchtet, schaut doch gerne einfach bei diesem YouTube-Video vorbei.

Wir sind unendlich glücklich und haben Motte in unser Herz geschlossen. Sie ist unendlich dankbar und wir würden sie für kein Geld der Welt mehr hergeben. Wir wünschen uns sehr, dass auch andere Straßenhunde aus Rumänien ein so liebevolles zu Hause finden können.“

Rebecca & Fabian mit Motte ❤